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Wissenswertes über Kommunikation
Wir kommunizieren immer ganzheitlich
d.h. sowohl verbal als auch nonverbal. Auch ohne Worte
senden wir Botschaften aus durch unsere Haltung, Gestik,
Mimik, Stimme, Kleidung oder unseren Umgang mit dem Raum.
Unsere innere Einstellung zum Gesprächspartner und
zur Sache beeinflusst unser kommunikatives Verhalten. Der
Tonfall und viele weitere Kommunikationselemente zeigen
dem Partner unsere Einstellung und übertragen diese
auf ihn.
Eine Nachricht enthält immer mehrere Botschaften
Ich könnte zu meinem Partner sagen: “Der Mülleimer
ist voll!“, oder: “Die Türe schließt
nicht mehr ordentlich!“ In beiden Fällen drücke
ich mehr aus als den bloßen Sachverhalt: Ich habe
die zusätzliche Erwartung, dass mein Partner darauf
reagiert, indem er den Eimer leert oder die Türe repariert.
Deshalb ist zwischenmenschliche Kommunikation so oft von
Missverständnissen geprägt. Jeder kennt das Gefühl,
der andere müsste doch ganz genau wissen, was gemeint
ist, und doch redet man glatt aneinander vorbei. Oder man
will endlich etwas klären, will auf den anderen zugehen,
offen sein, aber es klappt nicht und nach dem Gespräch
ist alles noch schlimmer als zuvor - die Kommunikation misslingt.
Zur Verbesserung solcher Situationen ist es wichtig zu
wissen, wie wir kommunizieren bzw. was wir an unserer Kommunikation
verändern können.
Kommunikation ist wie Tanzen
Es ist wichtig, die Grundschritte zu beherrschen um dann
zur hohen Schule des Tanzens zu kommen. Je mehr Tanzarten
jemand beherrscht, desto besser wird er sich auf den verschiedensten
Parketten mit den unterschiedlichsten PartnerInnen bewegen
können. Deshalb ist es auch wichtig, öfter ein
Kommunikationstraining zu machen.
Woran erkennt man eine gelungene Konversation?
Diese Frage zu beantworten ist nicht leicht möglich,
wenn wir auch jederzeit feststellen können, was an
einer Konversation falsch gelaufen ist, was man vielleicht
hätte sagen oder unterlassen sollen. Um seine persönlichen
Strategien zu überdenken, könnten die folgenden
Tipps hilfreich sein.
Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikationstraining
Tipps für Ihr Kommunikationstraining
Modelle für gelungene Kommunikation beschäftigen
Menschen schon seit Jahrhunderten und viele der Regeln haben
seit der mittelalterlichen Rhetorik an Gültigkeit nichts
verloren. Moderne Kommunikationstheorie und Psychologie
ergänzen diese Grunderkenntnisse:
T I P P !
1. Nehmen Sie sich Zeit!
Versuchen Sie nie etwas Wichtiges zu besprechen, wenn der
Partner nicht auch dazu bereit ist, wenn er/sie mit etwas
anderem beschäftigt, müde oder hungrig ist.
2. Lassen Sie sich nicht ablenken!
Halten Sie möglichst Augenkontakt. Suchen Sie den besten
Ort für das Gespräch aus. Der Partner fühlt
sich wertgeschätzt, wenn Sie ihre volle Aufmerksamkeit
schenken und wird Ihnen entgegenkommen.
3. „Ich empfinde...“
Ehrlichkeit ist entwaffnend: leiten Sie das Gespräch
mit einem ehrlichen persönlichen Eindruck oder Gefühl/Empfinden
ein, ohne gleich einen Vorwurf daraus zu formulieren. Damit
erreichen Sie zweierlei: Sie müssen sich Ihrer Position
und Ihrer Gefühle zum Thema bewusst werden, gleichsam
die (emotionalen) Karten auf den Tisch legen und kommen
somit nicht in die Gefahr von Unterstellungen und Anschuldigungen.
Ein guter Anfang.
4. Hören Sie bewusst zu!
Zuhören ist eine Form der Kunst. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner
ausreden, seien Sie geduldig. Besonders, wenn er/sie etwas
Kritisches bemerkt hat, überlegen Sie nicht schon in
Gedanken Ihre Entgegnung/Verteidigung, wenn das Gegenüber
noch nicht zu Ende ist - spüren Sie nach und interessieren
Sie sich zuerst dafür, wie der Partner zu dieser Meinung
gekommen ist - auch wenn´s (zu Beginn noch) schwer
fällt!
5. Wiederholen Sie zuerst und setzen dann erst den Gedanken
des Gesprächspartners fort!
Versuchen Sie das Statement ihres Gegenübers in Ihrer
Antwort zuerst zusammenzufassen, bevor Sie einen neuen Inhalt
anbringen. Probieren Sie Formulierungen wie „Ich habe
dich so verstanden, dass .... Du denkst also wirklich, dass
..... Ich fühle mich dabei...“. Möglich,
dass sich dadurch schon Missverständnisse im Entstehen
auflösen..
6. Arbeiten Sie zusammen!
Spielen Sie nicht jeden alten Trumpf aus, wenn es beginnt
hitzig zu werden, machen Sie die Kommunikation lieber zur
Kooperation! Bleiben Sie am Thema und versuchen Sie, ein
„win - win“ Ergebnis zu erreichen - Kommunikation
ist kein Wettbewerb, wenn es am Ende Sieger und Besiegten
gibt, werden beide damit nicht glücklich.
7. Gehen Sie es Stück für Stück an!
Wenn Sie eine wichtige Entscheidung treffen müssen
oder ein heikles Thema behandeln, zerlegen Sie es in mundgerechte
Stücke. Wählen Sie immer ein wenig aus und das
Bild wird bald klarer werden.
8. Drücken Sie sich klar aus!
Es kommt besser, zu sagen: „Ich möchte, dass
Du morgen den Mistkübel ausleerst!“ statt: “Du
kümmerst Dich überhaupt nicht um die Wohnung“.
Der Adressat weiß somit, was Sie wollen und wird nicht
so gekränkt sein, wie wenn Sie eine allgemeine Kritik
vom Stapel lassen.
9. Stellen Sie sich auf die Stimmung des Partners ein!
Es ist O.K., bei manchen Themen zu lachen, aber ein Grinsen
kann gute Kommunikation jäh unterbrechen. Wenn es Ihrem
Partner ernst ist, gehen Sie wie ein Spiegelbild auf seine
Stimmung ein. Nur dann fühlt er sich auch ernst genommen
und wird sich öffnen.
10. Machen Sie Ihren Partner nicht runter!
Kränkungen und Beschimpfungen haben in guter Kommunikation
nichts verloren. Wenn Sie sich selbst bereits verletzt fühlen,
dann sagen Sie das auch ehrlich, unterbrechen Sie den Teufelskreis,
anstatt zurückzuschlagen - Sie werden Ihrem persönlichen
Ziel damit wesentlich näher kommen!
11. Männer und Frauen kommunizieren unterschiedlich!
Untersuchungen bestätigen, dass Frauen häufiger
versuchen den Verlauf ihres Denkens und ihrer Entscheidungsfindung
zu artikulieren. Männer durchlaufen denselben Prozess
intern, denken dabei aber nicht „laut“ nach.
Das heißt: Männer warten üblicherweise bis
sie eine Antwort oder die Lösung für ein Problem
gefunden haben und verkünden sie dann, Frauen sprechen
meist über ihre innere Analyse.
In der Praxis resultiert daraus eine häufige Störung
in der Kommunikation von Paaren: Männer sehen die Stationen
im Überlegungsprozess oft schon als „endgültige
Antwort“ und bezichtigen Frauen, ihre Meinung ständig
zu ändern, während Männern ungeduldig unterstellt
wird, sich um das Thema „überhaupt keine Gedanken
zu machen“, das Ende der „Funkstille“
wird gar nicht erst abgewartet. Ein kleiner Hinweis von
beiden Seiten könnte da sicherlich Licht in die Sache
bringen!
Um einander verstehen zu können, ist es wichtig, keine
vorschnellen Annahmen zu treffen und auch nicht vom Partner
zu erwarten, dass er/sie Gedanken lesen kann!
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