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Kompetenzzentrum für: Assessment
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Assessment Center werden von Firmen immer häufiger
eingesetzt, um bei Personalentscheidungen die richtige Bewerberauswahl
zu erleichtern. Obwohl unter Experten die Aussagekraft der
Assessment Centers umstritten ist, setzt sich diese Form
des Auswahlverfahrens immer stärker durch.
Bei Assessment Centers handelt es sich um eine umfangreiche
Bewerberprüfung, die ein bis zwei Tage dauern kann.
Die Kandidaten werden dabei verschiedenen Tests, Rollenspielen,
Interviews und Diskussionsrunden unterworfen. Sie sollen
ihre Leistungsfähigkeit und Kompetenz für die
komplexen Anforderungen einer Stelle bzw. ihre Eignung als
Führungsnachwuchs unter Beweis stellen.
Eine kurze Geschichte des Assessment Centers
Ein Vorläufer des Assessment Centers wurde bereits
in den 20er Jahren von der deutschen Wehrmacht für
die Rekrutierung der Offiziere entwickelt. In den 50er Jahren
wurde dieses Verfahren von der Wirtschaft in den USA aufgegriffen
und weiterentwickelt, und in den 70er Jahren schwappte es
nach Deutschland über, wo ACs heute eine geläufige
Praxis bei der Bewerberauswahl sind. Die meisten der großen
Banken, Versicherungsunternehmen, Autohersteller und Konzerne
wie Hoechst und Siemens bedienen sich der Assessment Center
zur Rekrutierung ihres Führungsnachwuchses.
Organisationsformen des Assessment Centers
Assessment Centers werden intern oder extern abgehalten.
D.h., entweder ist die nach Nachwuchs suchende Firma selbst
der Veranstalter, oder die Firma wendet sich an ein Unternehmen,
das die Organisation eines Assessment Centers als Dienstleistung
anbietet.
Wer sind die Kandidaten für Assessment Center?
Meistens werden die Assessment Centers eingesetzt, um, nach
Ausschreibung eines bestimmten Stellenprofils, aus einer
Vorauswahl den oder die geeigneten Bewerber für das
Profil herauszufiltern. Manche Firmen (z.B.Siemens) führen
Assessment Centers als interne Trainingscenter für
den Führungsnachwuchs durch. Die Kandidaten für
diese Trainings kommen aus dem Unternehmen selbst und werden
von den Führungskräften für den Nachwuchs
bestimmt.
Ablauf und Anforderungen eines Assessment Centers
In einem "klassischen" Assessment Centers wird
eine Gruppe von Bewerbern auf bestimmte Fähigkeiten
geprüft. In dieser Gruppe befinden sich in der Regel
zwei bis drei Beobachter, die während der gesamten
Zeit anwesend sind und sich Notizen machen. Außerdem
begleitet ein Moderator den Prozess. Er führt die Bewerber
ein, erklärt die Aufgaben, hat oft auch das Konzept
für den Assessment Center erstellt und sorgt für
den reibungslosen Ablauf.
Die Reihenfolge der gestellten Aufgaben und Verfahren bleibt
natürlich jedem AC Konzeptor selbst überlassen.
Ein Assessment Center dauert ein bis zwei Tage und beginnt
normalerweise mit einer Begrüßung und Einführung
der Kandidaten. Anschließend werden Gruppendiskussionen,
Einzelübungen (eine Präsentation eines Textes
z. B.), Rollenspiele (in Bezug auf die Firma und die angebotene
Position), Interviews zwischen Bewerber und Beobachter und
verschiedene Tests (Intelligenz-/Persönlichkeits-/Leistungs-
und Konzentrationstests) durchgeführt. Wichtiger Bestandteil
der ACs sind auch die gemeinsamen Kaffeepausen, Mittags-
und Abendessen, bei denen die Kontaktfreudigkeit, Umgangsformen
und soziale Kompetenz des Bewerbers beobachtet werden können.
Welche Firmen führen Assessment Center durch?
Fast alle großen Konzerne bedienen sich der Assessment
Centers als Bewerberfilter. Hier einige Beispiele.
Intern organisierte Assessment Center:
Eine namhafte Computerfirma in Deutschland führt nach
Auskunft eines Psychologen aus dem Personalreferat dieser
Firma nur äußerst selten Einstellungs- bzw. Auswahlcenter
durch. Hauptsächlich werden kleine Assessment Centers
mit nur 12 Teilnehmern zur Weiterentwicklung des internen
Personals konzipiert. Diese Form des Assessment Centers
ist vor allem eine Beratungsleistung. Mit Hilfe von Orientierungsmaßnahmen
wird ein Stärken-/Schwächenprofil erstellt. Auf
dieser Basis werden Trainings entwickelt, die individuell
auf die Gruppe abgestimmt sind. Die Center werden von dieser
Firma selbst organisiert. Teilweise nehmen Gäste aus
dem Personalwesen anderer Bereiche teil. Auch schickt die
Firma Beobachter in die Center, legt aber ebenso großen
Wert auf Peer Ratings, d.h. auf die Beurteilung durch die
Teilnehmer. Transparenz und Offenheit sind also sehr wichtig.
Die Firma ist von der Effizienz dieser ACs überzeugt:
Die Teilnehmer beurteilen die Maßnahmen als sehr hilfsreich.
Sie können sich mit anderen starken Partnern messen
und den Einblick in andere Bereiche zum Netzwerkaufbau nutzen.
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